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Erste modernisierte Triebwagen im VVO-Dieselnetz

Seit 12. Dezember 2021 fährt die DB Regio AG nach gewonnener Ausschreibung auf den vier Linien des Dieselnetzes im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). Die roten Triebwagen sind seit knapp drei Monaten zwischen Dresden und Kamenz sowie Königsbrück, auf der Strecke durch das Müglitztal von Heidenau nach Altenberg sowie zwischen Pirna und Sebnitz im Einsatz. Schrittweise werden derzeit die Fahrzeuge der Flotte modernisiert - die DB Regio und der VVO stellten heute einen der ersten Wagen im Re-Design im Dresdner Hauptbahnhof vor ..

Rund 60 Triebfahrzeugführer und 50 Kunden betreuer werden für den Betrieb des Dieselnetzes benötigt; entsprechend der dur ch den VVO festgelegten Anforderungen hatte die DB Regio zahlreiche Mitarbeiter der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) übernommen und zudem neue Mitarbeiter eingestellt. „Die Personaldecke war in den vergangenen Wochen aufgrund erhöhter Krankenstände angespannt, so dass wir nicht auf allen Linien planmäßig unterwegs waren“, so Dr. Wolfgang Weinhold weiter. „Derzeit geht der Krankenstand jedoch zurück, so dass wir an morgen wieder überall Züge einsetzen. Um die personelle Situation weiter zu stabilisieren, freuen wir uns auch weiterhin über Bewerbungen.“

Für den Betrieb des Netzes setzt die DB Regio 21 Fahrzeuge ein. Sechs mehr als vor dem Fahrplanwechsel zur Verfügung standen. „Wir haben im Dezember pünktlich das VVO Dieselnetz übernommen. Seither bieten wir mit der S8 nun auch einen Halbstundentakt von Kamenz nach Dresden an. Wir modernisieren nach und nach die Flotte und freuen uns, nun die ersten drei Triebwagen vom Typ Desiro mit den neuen Qualitätsmerkmalen einsetzen zu können und liegen damit im Zeitplan“, betont Dr. Wolfgang Weinhold, Vorsitzender der Regionalleitung Südost.

„Mit WLAN, USB-Steckdosen und dem neuen Fahrgastinformationssystem wollen wir sowohl bei den Pendlern als auch im Ausflugsverkehr punkten.“

 

barrierefreier Einstieg und USB am Platz

 

Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, erhalten die Fahrzeuge eine manuell anlegbare Überfahrrampe. Diese wird an der Tür zum Mehrzweckbereich aufbewahrt und bei Bedarf durch den Zugbegleiter angelegt. Gegenüber den vorher eingesetzten Fahrzeugen, die nur zum Teil über eine sogenannte automatische Spaltüberbrückung verfügten, ist diese Lösung weniger störanfällig. Zudem vereinfacht sie den Zustieg auch an den Stationen, deren Bahnsteige niedriger sind als die 55 Zentimeter hohen Einstiege der Triebwagen.


"Die Rückmeldungen der Fahrgäste sind insgesamt recht positiv“ resümiert Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. „Insbesondere die Taktverdichtung nach Kamenz mit der neuen S-Bahn S8 sowie die Erhöhung der Platzkapazitäten nach Königsbrück wurden gelobt.“ Auf beiden Strecken strebt der VVO ein weiteres Wachstum der Fahrgastzahlen an. Nach der in Planung befindlichen Modernisierung der Strecke nach Königsbrück soll hier zukünftig die S-Bahn S7 im dichteren Takt fahren. Mit der Verlängerung der Bahnlinie von Dresden über Kamenz hinaus nach Hosena, Senftenberg und Hoyerswerda ist zudem die bessere Erschließung der Lausitz geplant. „Diese Linien werden dann voraussichtlich ab 2031 mit Batteriezügen gefahren werden,“ erläutert Burkhard Ehlen. „Bis dahin setzen wir darauf, dass die re-designten Desiros zuverlässig für die Fahrgäste im Einsatz sein werden und diese die Verbesserungen rege nutzen.“

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