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Gelber Punkt - Vom Seidewitztal ins Wesenitztal

Rundwanderwege zu erleben, ist schön. Zwischen den bisherigen Ausflügen auf dem Rundweg Roter Punkt, möchte ich gern eine weitere Verbindung empfehlen: Rundum Pirna, vom Barockgarten Großsedlitz über Krebs in das Seidewitzer Tal und über die Bahre durch Dohma auf einem ehemaligen Bahndamm entlang. Keine großen Entfernungen, gemütlich genießen ..


Pirna-Zuschendorf auf altem Bahndamm zu Schlössern Rottwerndorf und Struppen

Den Start vom sehenswürdigen Barockgarten in Großsedlitz lasse ich an dieser Stelle einmal unerwähnt, auch wenn sich ein Besuch jeder Zeit lohnt. Meist zwischen April und Oktober, wenn die Orangenbäumchen aus ihrem Winterquartier heraus geholt werden und den Park schmücken. Starten kann man genauso im Stadtteil Pirna-Zuschendorf am Gasthof zum Lindental auf der Seidewitzer Straße.

 

Botanische Sammlungen am

Kamelienschloß Pirna-Zuschendorf

 

So läuft man in Richtung Zwirtzschkau, wo der Rundweg Gelber Punkt beginnt, zurück über die Eulmühle unterhalb der Autobahnbrücke der BAB A17 nach Heidenau oder durch Dohma und Rottwerndorf nach Struppen auf einer ersten Etappe (~ 18km) zurück von Obervogelgesang auf dem Elberadweg nach Pirna laufen ..

 

Als 1880 die Gottleubatalbahn von Pirna nach Berggießhübel erbaut wurde, sollte ursprünglich auf Kosten der Steinbruchbesitzer im Lohmgrund eine schmalspurige Anschlussbahn zu den dortigen Steinbrüchen errichtet werden. Allerdings konnte man sich darüber nicht einig werden, so dass auch weiterhin der umständliche Straßentransport der gebrochenen Steine nötig war. Wenige Jahre später wurde das Projekt einer normalspurigen Anschlussbahn vorgestellt, welche in Pirna beginnend direkt in den oberen Lohmgrund führen sollte. Zwischenzeitlich nahm die Steinindustrie im Lohmgrund einen enormen Aufschwung, so dass nunmehr eine solche Bahn von der sächsischen Regierung als wirtschaftlich sinnvoll erachtet wurde. Im April 1893 begannen die Bauarbeiten an der Trasse. Um den oberen Lohmgrund zu erreichen, musste kurz vor dem Endpunkt ein 256 m langer Tunnel ausgebrochen werden, ansonsten kam die neue Strecke ohne größere Kunstbauten aus.

Am 21. März 1894 wurde die Strecke im Personen- und Güterverkehr eröffnet. Der unbedeutende Reisezugverkehr wurde schon am 20. März 1935 eingestellt (Quelle: www.wikipedia.de)

 



Am Tunnel in Dohma führt der Weg über die Staatsstraße (B173) auf den Schindergraben um eine Mine herum in den Lohmgrund ins Tal der Gottleuba und am Schloss Rottwerndorf vorbei, um rechter Seite den Eichgrundweg wieder aufzusteigen, und über historische Fläche weiter zuwandern. Ganz in der Nähe fand nämlich die Schlacht bei Krietzschwitz statt. Dem Feldherren und Herzog Eugen von Württemberg (1788–1857) gelang es hier im August 1813 die napoleonischen Truppen aufzuhalten.

Vorbei am Schloß Struppen und entlang der Straße folgt man dem Gelben Punkt nach links ins Elbtal am Struppenbach nach Obervogelgesang. Am Fluss bis Pirna. Bei schönem Wetter sind hier viele Menschen unterwegs! Durch die Altstadt gibts angenehmeren Anschluß (S-Bahn) zur zweiten Etappe.



Über den Burglehnpfad ins Wesenitztal nach Graupa

Vom Bahnhof in Pirna gehts direkt über die Stadtbrücke.  Auf der Copitzer Fährstraße trifft man auf den Roten Punkt unterhalb nach Stadt Wehlen, doch mit Gelben Punkt gehts über die Quergasse und Oberleite treppauf auf den Burglehnpfad. Ein schöner Panoramaweg mit Blick auf das Schloß von Pirna, über dem Elbtal.

Am Ehrenhain führt der Weg kurz ins Kratzbachtal von Posta, um auf der anderen Seite gleich wieder hinauf nach Mockethal aufzusteigen. Für Eisenbahn-Fans kann man das Feldbahn-Museum besuchen, bevor es durch Doberzeit und Daube in das Wesenitztal weiter führt. An der ehemaligen Lochmühle steht das Richard-Wagner-Denkmal.

Durch den Liebethalter Grund führt der Wesenitztalweg weiter stromabwärts nach Liebethal und Jessen bis zum Jagdschloß Graupa.

 

In Graupa erreicht man den Anschluß zum StadtBus 63 von Dresden für die Rückfahrt oder den Sächsischen Weinwanderweg durch Pillnitz (Leitenweg) oder den Rundweg Roter Punkt durch den tiefen Grund auf den Borsberg (362 Meter) für weitere Ausflüge ..


Vom Barockgarten über Kuhtreppe und Birkwitz zum Borsberg

Der Anschluß zu diesem Rundweg Gelber Punkt erfolgt von der Dresdner Stadtgrenze. Mit dem StadtBus 65 bis zur End-Haltestelle Luga fahren und über die Lugturmstraße laufen. Über Ortskern mit seiner Alten Luther-Eiche, folgt man zunächst am Lugturm vorbei, auf dem Roten Punkt durch Dohna bis zum Barockgarten Großsedlitz (siehe Etappe der Ausflüge).

 

Aus dem Seidewitztal und Krebs kommend, führt nun der Gelbe Punkt nach Heidenau. Laut Wanderkarte nicht durchgehend eingezeichnet, doch über Parkstraße und Steinstraße führt die Route direkt bis zur Kuhtreppe. Auf ihr steigt man herab! Links vorbei an einer Kirche auf der Waldstraße zur Geschwister-Scholl-Straße, unterqueren die Bahngleise und folgen wieder dem Gelben Punkt über die Müglitz in großem Bogen zur Elbfähre ..

 

In Birkwitz, auf der anderen Elbseite folgt man dem Schmiedeweg direkt gerade aus zum Tiefen Grund (Hst. des StadtBus 63).  Abstecher zum nahen Jagdschloß und Richard Wagner-Ausstellung ist möglich, oder man läuft über den Borsbergstraße weiter .. über den Leitenweg, oberhalb der Weinberge und Rysselkuppe kommt man auch bei so manch einer Straußwirtschaft auf dem Sächsischen Weinwanderweg vorbei bis zum Schloß Pillnitz.

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